Karrierewege: Planer oder Opportunist?
Als Recruiter sehen wir täglich unzählige Lebensläufe – jeder mit einer eigenen Geschichte. Manche sind klar geplant, andere eher spontan und chancengetrieben. Beides hat Vor- und Nachteile.
«Richtig» und «Falsch» gibt es nicht
Für den Master Planner ist der «richtige» Job der nächste strategische Schritt auf dem Weg zum langfristigen Ziel. Für den Opportunisten ist es die Stelle, die im Moment passt – bis sich die nächste Chance ergibt. Wichtig ist, sich bewusst zu sein, wer man ist und daraus abzuleiten: «Was brauche ich unbedingt – und wo darf und kann ich Kompromisse eingehen?»
Zeit sinnvoll nutzen
Jedes Vorstellungsgespräch ist Übung und auch eine Gelegenheit, über sich selbst etwas zu lernen. Doch wenn du schon nach fünf Minuten merkst, dass es nicht passt, muss man es wohl eher als verlorene Zeit für alle Beteiligten betrachten. Darum lohnt es sich, vorab zu prüfen: «Passt das Unternehmen wirklich zu mir?»
Versuch und Irrtum
Auch wenn es zwischen Planung und Opportunismus kein richtig und falsch gibt – es gibt doch auch vermeidbare Wechsel zwischen Stellen. In unserem Recruiter-Alltag treffen wir doch auch immer wieder auf Menschen, die sich, ihre Bedürfnisse und Antriebe zu wenig kennen und sich deshalb wiederholt in für sie unpassenden Stellen und Umfeldern wiederfinden. Wir wollen dabei helfen, dies zu vermeiden, denn jeder erlebte «Fehltritt» ist zwar lehrreich, ist aber oft mit negativen Erlebnissen verbunden und hat damit das Potenzial uns zu verunsichern.
Eine Reise zu Dir selbst
Ob Planer oder Opportunist: Entscheidend ist es, sich selbst zu verstehen. Das fällt einem mit zunehmender Lebenserfahrung leichter, kann aber auch durch eine aktive Auseinandersetzung mit sich selbst unterstützt werden. Überlege Dir
- WAS du erreichen willst,
- WARUM es dir wichtig ist, und
- WIE du dorthin gelangen willst.
Wer seine Treiber kennt, geht disziplinierter, motivierter und widerstandsfähiger durchs Berufsleben. Und wer Klarheit über sein Was, Warum, Wie – und auch Wann und Mit wem hat, findet leichter Orientierung, selbst in schwierigen Phasen.
Ein nützliches Tool für diese Selbstreflexion findest Du im Blogartikel «Die grossen Fragen des Lebens».