Wer schon einmal einen Lebenslauf geschrieben hat, weiss: Es gibt unzählige Meinungen dazu.
Der CV soll auffallen – aber nicht zu sehr.
Er soll vollständig sein – aber bitte nicht zu lang.
Er soll kreativ sein – aber gleichzeitig professionell.
Kein Wunder, dass viele Bewerbende irgendwann den Überblick verlieren. Nach tausenden gelesenen Lebensläufen und ebenso vielen Rückmeldungen aus der Praxis haben wir deshalb beschlossen, das Ganze einmal zu vereinfachen. Nicht als Regelwerk, sondern als Orientierung, damit unnötige Stolperfallen vermieden werden können.
1. Du sollst die Sprache des Stelleninserats sprechen
So banal – und doch nicht selbstverständlich. Übermittle Deinen CV in der Sprache, in der die Stelle ausgeschrieben ist. Die Hintergründe dazu findest Du hier.
2. Du sollst Deinen CV technisch lesbar machen
Lieber auf Nummer sicher gehen: Erstelle Deinen Lebenslauf in einem klassischen Textprogramm (z. B. Word) und exportiere ihn als PDF. Fancy Online-Tools sehen gut aus – funktionieren aber nicht immer zuverlässig. Die Hintergründe dazu findest Du hier.
3. Du sollst Inhalt über Design stellen
Design erhält oft zu viel Aufmerksamkeit. Ein CV soll informieren, nicht unterhalten (ausser Du bewirbst Dich als Designer). Die Hintergründe dazu liest Du hier.
4. Du sollst klar strukturieren
Und wenn der Inhalt stimmt, geht es an die Darstellung. Dein CV ist kein Roman. Fliesstext ist ungeeignet. Arbeite mit kurzen Sätzen, Bullet Points und klar definierten Abschnitten. So kann Dein Leser Deine Erfahrungen schnell erfassen und einordnen.
5. Du sollst effizient informieren
Ein guter Richtwert liegt bei zwei bis drei Seiten. Je mehr Berufs- und Lebenserfahrung Du hast, desto länger darf er natürlich sein. Aber: Wenn Du mit 25 bereits vier Seiten füllst, finden wir vermutlich noch einiges an Konsolidierungspotenzial . Wie Du das elegant hinkriegst? Siehe Gebot 8.
6. Du sollst Deine Angaben belegen
7. Du sollst Kontext liefern
Ein Jobtitel allein sagt wenig aus. Ob Du im KMU oder im Grosskonzern gearbeitet hast, macht einen Unterschied. Wie Dein Team organisiert war, ebenso. Warum Kontext entscheidend ist, liest Du hier.
8. Du sollst Prioritäten setzen
Nicht alles in Deinem CV ist gleich wichtig. Dein Leser soll die relevanten Informationen sofort erkennen – ohne von Nebensächlichem abgelenkt zu werden. Lenke den Fokus bewusst. Wie das geht, liest Du hier.
9. Du sollst keine Angriffsfläche bieten
Eigentlich wissen wir es alle – und trotzdem sehen wir es immer wieder. Tippfehler. Selfies als Bewerbungsfoto. Und dann solche Reaktionen:
- «Ein Selfie im CV? Hochgradig unprofessionell!»
- «Naja, wenn schon im CV so schludrig gearbeitet wird…»
Solche Aussagen hören wir regelmässig. Details zählen. Im unschönsten Fall gegen Dich. Mehr Hintergründe zum Thema findest Du hier.
10. Du sollst integer bleiben
Lügen haben kurze Beine. Wer im CV beschönigt oder flunkert, fliegt meist spätestens im Gespräch – oder im Job – auf. Und das wird unangenehm. Du bist gut, so wie Du bist. Am richtigen Ort wird das auch erkannt.
Zum Schluss: CV-Schreiben ist hohe Kunst
Die richtige Balance zwischen Informationsgehalt und Übersicht zu finden, ist ein echter Balanceakt. Und ehrlich gesagt: Als Aussenstehender fällt das oft leichter als für sich selbst. Ein guter CV entsteht nicht zufällig. Er ist das Resultat von Klarheit, Priorisierung – und der Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wir unterstützen Dich bei Bedarf gerne dabei. Schliesslich haben wir in den letzten Jahren tausende CVs gelesen – und ebenso viele Rückmeldungen unserer Rekrutierungspartner dazu erhalten. Melde Dich per Button unten. Wir sind da für Dich!